NICHT-SELBST - Arbeit und Meditation in Gemeinschaft + Telepathie-Abwehr

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ACHTSAMKEIT

NICHT - SELBST

Die Betrachtung der NICHT-SELBST-NATUR von allem was existiert ist für die Erreichung der A-M-G-Übungsziele von großem Nutzen, zuweilen sogar unentbehrlich.

Wie viel Selbst sind wir?

Nimm dir Zeit, wenn du diese Frage wirklich für dich klären möchtest.

Halten wir im Folgenden einmal kurz an zwei Beispielen Ausschau nach der NICHT-SELBST-NATUR von uns Menschen.

Beispiel 1)     Stoffliche Eben
e __ 60%  NICHT-SELBST?

Forscher vertreten die Auffassung, dass sich die Wassermenge auf der Erde seit Beginn der Erdgeschichte praktisch nicht verändert hat. Das Wasser, das wir heute trinken, oder das wir in Form von Wolken am Himmel vorüberziehen sehen, soll dasselbe Wasser sein, das auch die Dinosaurier schon trinken konnten. Dieses Wasser habe vor 3,9 Milliarden Jahren die Ozeane gefüllt und soll am Erscheinen der ersten Lebewesen beteiligt gewesen sein. Diese Aussagen werden in folgendem Dokumentarfilm im Abschnitt 31:48 - 32:13 gemacht.

Welche Bedeutung hat das für uns?

Wir leben alle auf der Basis des so wertvollen Elementes Wasser. Wasser macht 60% unseres Körpergewichtes aus. Der Wasseranteil in unserem Blut beträgt etwa 93%. Auch die Doppelhelix unseres Erbgutes bildet sich ohne die Beteiligung von Wasser
nicht aus.

All dieses Wasser modert nicht etwa still und in Abgeschiedenheit vor sich hin, sondern wird über den Blutkreislauf ständig ausgetauscht. Wir trinken Wasser und scheiden es über Atmung, Schweiß, Stuhl, Urin und Körperanteile, die von uns abfallen, wieder aus. Allein aus der Betrachtung unseres Wasserhaushalts ergibt sich bereits, dass 60% von uns ständig ausgetauscht werden, also Bestandteil eines größeren Ganzen sind, nämlich Bestandteil des Wasserkreislaufes der Erde. Somit sind auch wir selbst Bestandteil des Wasserkreislaufes der Erde. Es soll der individuellen Meditation jedes einzelnen vorbehalten bleiben herauszufinden, wie es sich mit den übrigen 40% unseres Körpergewichtes verhält.

Jeder einzelne Wassertropfen, den wir mit Speisen und Getränken aufnehmen, durchströmt unsere Köperzellen, bevor er unseren Körper wieder verlässt. Jeder dieser Wassertropfen ist vorher irgendwann vom Himmel gefallen. Aus dem oben angeführten Dokumentarfilm wissen wir, dass der Wasserkreislauf unseres Planeten in sich geschlossen ist. Da kommt kein Tropfen von außen hinzu und es verlässt auch kein Tropfen unseren Lebensraum Erde. Die Wolken entstehen aus den Verdunstungen über Land, Seen, Flüssen und Meeren und fallen nach einem langen Weg in der Atmosphäre wieder als Regen auf die Erdoberfläche zurück. Durch den Regen gelangt das Wasser entweder direkt oder auch über vielerlei Umwege wie Gesteinsformationen wieder in Seen, Flüsse und Meere. Pflanzen, Tiere und Menschen entnehmen das Wasser, das sie zum Leben benötigen, ständig diesem Kreislauf und entlassen es nach Gebrauch wieder in diesen Kreislauf (bis zum nächsten Mal). So funktioniert der Wasserkreislauf unseres Lebensraums Erde seit Jahrmillionen.

Ich weiß nicht, wie oft das Wasser, das jetzt gerade meinen Körper und Geist so wohltuend durchströmt, schon Bestandteil von anderen Lebensformen, wie zum Beispiel Pflanzen und Tieren, war. Ich erkenne darin einen Unpersönlichkeitsanteil in mir und in allem was da lebt, ohne den weder ich noch andere Lebensformen existieren können. Und mir stellt sich jetzt sogar die Frage:

Wie viel Selbst ist jedes Lebewesen?

 
 
 

Nur Wasser?

Messen wir diesem wunderbaren Element wirklich den Wert bei, der ihm gebührt? In jedem Fall entspricht unser subjektives Gefühl abgeschieden, verlassen und allein in der Welt zu leben nicht der Realität. Bereits am Wasserkreislauf der Erde können wir erkennen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind, das weit über unser angenommenes Selbst hinausgeht.

Warum ärgern wir uns so oft darüber, wenn es regnet? Jeder Regentropfen kann ein werdender Mensch sein. Wie bewusst leben wir? In einem Sprachkurs wurden wir einmal dazu aufgefordert jeder für sich vier Worte seiner Wahl in sein Heft einzutragen. Wir wussten nicht warum. Ein wenig ratlos trug ich auf Grund der Geheimniskrämerei widerwillig die vier Worte "Blume, Erde, Tür, Haus" in mein Heft ein. Dann bekamen wir die Aufgabe für die kommende Woche aus diesen vier Worten einen Postkartentext in der Fremdsprache zu verfassen, die wir erlernen wollten. Wir machten große Augen und brachen in Lachen aus. Wir hatten uns schließlich jeder selbst die vier Worte eingebrockt, die es nun zu verarbeiten galt. Hier ist meine Lösung für diese Aufgabe:

Es regnet seit meiner Ankunft und die Leute glauben, es sei ein schreckliches Wetter.
Die Erde ist nass.

Doch vor der Tür des Hauses meines Freundes, da wächst eine Blume.
Ohne den Regen kann sie nicht sein.
Ich mag diese Blume.
Sie ist wie du.
Darum mag ich auch den Regen.

Ich umarme dich achtsam.
Günter

Beispiel 2)     Physiologische Ebene __100 % NICHT-SELBST?

Es kann nicht bestritten werden, dass in jedem Augenblick tatsächlich alles vorhanden ist, selbst dann nicht, wenn es in unserem Bewusstsein nicht in seiner Vielfalt gegenwärtig ist. Und darüber müssen wir weder betrübt sein, noch muss uns das beängstigen.

Bei sorgfältiger Betrachtung wird sich uns dieser Lebensaspekt als etwas sehr wohltuendes entpuppen, wenn wir zu verstehen beginnen, wie sehr wir doch durch diese Tatsache von unermesslich vielen lebensnotwendigen Verrichtungen entlastet werden.

Denken wir nur einen Augenblick an die unglaubliche Wissensvielfalt, die die Medizin bereits über die physiologischen Abläufe in unserem Körper angesammelt hat und daran, dass wir immer besser zu verstehen beginnen, wie unbegrenzt dieses Wissen noch erweitert werden müsste, um wirklich alles auch nur verstehen zu können.

Wollten wir uns all dieser Vorgänge in jedem Augenblick bewusst sein, oder sie gar (?selbst?) bewusst steuern wollen, so bliebe uns wohl kaum noch die Zeit uns auch nur an den Sonnenstrahlen eines milden Spätsommertages zu erfreuen. Bei sorgfältiger Betrachtung können wir unsere Getragenheit erkennen. Zaubert dieses Bewusstsein vielleicht so etwas wie ein Lächeln in unser Gesicht?

Vielleicht tut es das tatsächlich und wir gehen nun erfreut und leichten Fußes wieder zur Tagesordnung über. Wenn wir unser Bewusstsein jedoch für die ganze Realität öffnen wollen, dann dürfen wir in diesem Augenblick nicht vergessen zu fragen:

Wie viel Selbst sind wir?

 
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